Der Freizeitsektor verzeichnete 2018 ein Wachstum, das durch positive wirtschaftliche Bedingungen und einen Anstieg des Tourismus begünstigt wurde. So verzeichneten beispielsweise der Fast-Food-Sektor, Restaurants und Hotels ein Wachstum. Dies gibt Anlass zu Optimismus. Dennoch ist für die Akteure des Sektors Wachsamkeit geboten: Personalmangel macht dem Sektor zu schaffen, das Angebot hat in den letzten Jahren zugenommen und das Verbrauchervertrauen ist in den letzten Monaten gesunken.
Verbrauchervertrauen sinkt, liegt aber über dem Durchschnitt
Das Verbrauchervertrauen ist im Dezember den fünften Monat in Folge gesunken, auf einen Wert von 9. So niedrig war es 2018 und 2017 noch nie, aber das Verbrauchervertrauen liegt immer noch deutlich über dem langfristigen Durchschnitt.
Der Rückgang des Verbrauchervertrauens im Dezember scheint sowohl wirtschaftliche als auch finanzielle Gründe zu haben. Die schlechtere Bewertung des Wirtschaftsklimas könnte mit einer Reihe von internationalen Ereignissen zusammenhängen, z. B. mit dem Brexit, den Haushaltsproblemen Italiens und dem Handelskonflikt zwischen den USA und China. Auch die Aussicht auf ein langsameres Wirtschaftswachstum in den Niederlanden könnte dabei eine Rolle spielen.
Gleichzeitig sind die Verbraucher aber auch vorsichtiger, was ihre eigene finanzielle Situation angeht. Möglicherweise spielt dabei die Aussicht auf einen schwächeren Anstieg des verfügbaren Einkommens der Haushalte im Jahr 2019 eine Rolle.
Grundlagen für Wachstum im Freizeitbereich in den Jahren 2019 und 2020 gelegt
Die Grundlagen des Wachstums bleiben bestehen. Die Verbraucher haben mehr Gelegenheiten zum Essen als früher und besuchen z. B. mit großer Regelmäßigkeit Fastfood-Läden und Restaurants. Dies hat auch demografische Gründe: Einer von fünf Millennials geht mindestens einmal pro Woche auswärts essen. Das ist mehr als bei den älteren Generationen.
Eine weitere wichtige Grundlage für das Wachstum ist der Tourismus. Im Jahr 2018 steigt die Zahl der Übernachtungen um 4,2%. Für 2019 gehen wir von einem Wachstum der Übernachtungszahlen von 3,7% aus, das hauptsächlich vom Auslandstourismus getragen wird.
Gleichzeitig erkennt nicht jeder Unternehmer das Wachstum des Sektors an. Dies liegt auch daran, dass das Angebot an mehreren Stellen zugenommen hat.
Personalmangel Schläfer
Auch die Unternehmer im Freizeitsektor leiden unter dem Personalmangel. Im Gastgewerbe kommen derzeit 49 offene Stellen auf 1.000 Arbeitsplätze. Die Leerstandsquote war seit 2008 nicht mehr so hoch. So empfinden (netto) 30% der Unternehmer im Gastgewerbe im vierten Quartal 2018 Personalmangel als Hindernis. Ein Jahr zuvor waren es 18% und im vierten Quartal 2016 waren es 5%. Mehrere Restaurants und Kneipen mussten schließen, weil nicht genügend Personal für den Betrieb dieser Unternehmen zur Verfügung stand.
Der Mangel betrifft vor allem Köche und Kellner. Das UWV hat bereits erwähnt, dass es eine hohe Fluktuation bei ausgebildeten Köchen gibt. Es ist daher wichtig, dass es den Unternehmen gelingt, ihre Mitarbeiter an Bord zu halten, indem sie ihnen zum Beispiel klare berufliche Perspektiven bieten. Unter anderem wegen dieses Personalmangels verlangsamt sich das Wachstum des Freizeitsektors. Für 2019 gehen wir von einem Wachstum von 3% und für 2020 von 2,5% aus.
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